22 Schreib oder stirb Columbo


    Jack Cassidy (Riley Greenleaf)
    Mickey Spillane (Allen Mallory) 
    Mariette Hartley (Eileen Macrae)
    John Davis Chandler (Eddie Kane)
    Jacques Aubuchon (Jeffrey Neal) 
    Gregory Sierra (Lou D'Allesandro)
    Alan Fudge (David Chase) 
    Paul Shenar (Sgt. Young) 
    Ted Gehring (Hausmeister) 
    Jack Bender (Wolpert) 
    J.S. Johnson (Palmer)
    Vern Rowe (Restaurantbesitzer)
    Lew Palter (Labortechniker)
    George Bernlin (Schlosser)
    James Sikking (ein Polizist in Uniform)
    Maurice Marsac (Walter)

 

Riley Greenleaf ist ein sehr jähzorniger Redakteur, der dafür berüchtigt ist, dass er trinkt, wenn er wütend ist. Er steht kurz davor, seinen Verlagsvertrag mit Alan Mallory, seinem wichtigsten Bestsellerautor, an einen Konkurrenten zu verlieren, den er hasst.

Greenleaf ist gerissen, skrupellos und rachsüchtig. Er beauftragt Eddie Kane (einen Vietnamveteranen, der zum Sprengstoffexperten wurde), Mallory in dessen Büro zu töten. Um seine Hilfe zu erhalten, verspricht er, sein Buch, eine Anleitung zum Bau von Bomben ("Wie man alles in zehn Lektionen in die Luft jagt"), unmittelbar nach dem Attentat zu veröffentlichen.

Die beiden Männer arbeiten die Details ihres Falles akribisch aus: Die geplante Operation ist zeitlich festgelegt. Greenleaf gibt Kane seine persönliche Waffe und einen Schlüssel, um Mallorys Bürotür zu öffnen. Der Redakteur beschädigt absichtlich das Schloss seines Autos, um es so aussehen zu lassen, als seien beide Gegenstände aus seinem Handschuhfach gestohlen worden.

Der Plan wird wie geplant ausgeführt, nur dass Kane den Schlüssel nicht benutzen muss, um die Tür zu öffnen: Mallory lässt sie angelehnt, um mit dem Fenster einen Luftzug zu erzeugen.

Greenleaf verschafft sich im Laufe des Verbrechens ein solides Alibi. Er spielt den wütenden Betrunkenen und fängt in einem Restaurant eine gewalttätige Auseinandersetzung mit seinem Rivalen an, betrinkt sich dann in einer Bar und gerät nach einem von ihm absichtlich verursachten Blechschaden in eine Schlägerei mit einem Paar. Schließlich wird er von der Polizei in seinem Auto erwischt, weil er angeblich betrunken ist, und beendet seine Nacht in einer Ausnüchterungszelle. Mehrere Zeugenaussagen könnten also bestätigen, dass er die Zeit in der Tatnacht genutzt hat.

Am nächsten Tag behauptete er, sich an nichts mehr erinnern zu können, und schob seine Gedächtnislücke auf seinen Alkoholkonsum in der Nacht zuvor. Zur großen Verzweiflung seines Anwalts versucht er nicht einmal, sich selbst zu entlasten, als würde ihn der Gedanke an ein Verbrechen, das er im Zorn und unter Alkoholeinfluss begangen haben könnte, beschämen. Ohne Alibi und mit einem Motiv deutet alles auf ihn hin.

Er wird schnell entlastet, was die Polizei - allen voran Columbo - angesichts der gegen ihn vorliegenden Beweise natürlich zu der Annahme veranlasst, dass er reingelegt wurde.

Aber ein paar Details interessieren Columbo: Greenleaf, der behauptet, sich an nichts zu erinnern, verrät, dass in dem Auto, das er angefahren hat, mehrere Personen waren. Und was Greenleaf nicht wusste: Der Schlüssel, den der Mörder auf dem Boden hinterlassen hatte, konnte die Tür zu Mallorys Büro nicht öffnen, weil er das Schloss erst kürzlich hatte auswechseln lassen.

Um Columbos Verdacht zu zerstreuen, tötet Greenleaf Kane, indem er sein Haus mit dem dort gelagerten Sprengstoff in die Luft sprengt und Hinweise hinterlässt, die ihn als alleinigen Schuldigen erscheinen lassen.

Es ergibt sich ein plausibles Szenario: In einem letzten Manipulationsversuch gesteht Greenleaf Columbo schließlich, dass Kane, ein unglücklicher Autor, die Quelle von Mallorys letztem Roman ist, der veröffentlicht werden soll, wie ein vor Ort gefundenes Typoskript beweist (in Wirklichkeit ein weiterer Trick von Greenleaf). Greenleaf und Malory hätten sich auf seinem Rücken geeinigt, seine Arbeit zu übernehmen. Von da an liegt eine Hypothese auf der Hand: Kane, der sich darüber ärgert, von Mallory und Greenleaf betrogen worden zu sein, hätte den Ersteren ermordet, indem er den Letzteren von seiner Schuld überzeugt hätte, und so einen Doppelschlag begangen.
Aber Mallorys neuester Roman hat ein Ende, das kürzlich von Eileen Macrae vorgeschlagen wurde und von dem niemand wissen konnte, außer einem Kurier, der sich als von Greenleaf bestochen herausstellt...

  •    Dies ist der zweite Auftritt von Jack Cassidy als Mörder. Mickey Spillane, selbst Bestsellerautor der Mike-Hammer-Romanserie und gelegentlicher Schauspieler, spielt die Rolle des Opfers Alan Mallory.
        Insbesondere bei der letzten Konfrontation mit dem Mörder nimmt Columbo ausdrücklich Bezug auf eine frühere Ermittlung (Candidate for Crime).
       



Nr.
(ges.)
22
Deutscher TitelSchreib oder stirb
SerieColumbo
Nr.
(St.)
5
Original­titelPublish or Perish
Erstaus­strahlung USA18. Jan. 1974
Deutsch­sprachige Erstaus­strahlung (D)26. Juni 1975
RegieRobert Butler
DrehbuchPeter S. Fischer
Mörder gespielt vonJack Cassidy

 

 Columbo ist ein Mitarbeiter des Morddezernats des Los Angeles Police Department im Rang eines Lieutenant (dt. „Inspektor“) und tritt als unordentlicher, oft leicht begriffsstutzig wirkender Polizeibeamter auf.
 

 Er wird gern als „seltsamer Mann“ oder auch als „Inspektor mit zerknittertem Mantel und zerknittertem Gesicht“ beschrieben,

ist kleingewachsen und bewegt sich meist in schlechter, gebeugter Körperhaltung.

Columbo raucht Zigarre, hat eine wirre Frisur und ist häufig unrasiert. Wird er frühmorgens oder gar nachts zum Tatort gerufen, ist er unausgeschlafen und kann sich erst auf die Arbeit konzentrieren, nachdem er einen Kaffee getrunken hat. Es kommt auch vor, dass er beim Eintreffen am Tatort ein Ei als Frühstück aus der Manteltasche nimmt, um sich zu stärken. Bei vielen Personen, die zum ersten Mal mit ihm konfrontiert sind, ruft er deutliches Befremden hervor. Auch seine Kollegen begegnen ihm immer wieder mit Unverständnis, weil seine Ermittlungsmethoden zu unorthodox sind. Columbo untersucht Tatorte besonders penibel und stößt dabei meist auf scheinbar unwichtige Indizien und Ungereimtheiten, denen seine Kollegen keine Bedeutung beimessen.
Tatsächlich handelt es sich bei Columbo um einen hochintelligenten, überaus gründlichen Kriminalisten mit großer Erfahrung. Der Inspektor interessiert sich für kleinste Details und Widersprüche und besticht durch seine Beobachtungsgabe und seine Menschenkenntnis. Columbo leitet in der Regel die Ermittlerteams und tauscht sich regelmäßig mit Polizisten und anderen Beamten aus, ist aber im Grunde ein Einzelgänger

Deutscher TitelColumbo
OriginaltitelColumbo
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)1968–1978,
1989–2003 (TV-Filme)
Länge70–100 Minuten
Episoden69 in 10 Staffeln
GenreKrimi, Komödie
ProduktionRichard Levinson
William Link
Erstausstrahlung20. Februar 1968 auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
11. Oktober 1969 auf Deutsches Fernsehen
Besetzung
Peter Falk: Inspektor Columbo


 

 

 

 

 

 

 

Bild

 

Statuen von Peter Falk als Columbo und dessen Hund in Budapest, Ungarn Von Vander01 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32362604

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Quelle: Wikipedia

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