04 Wilsberg Wilsberg und der Mord ohne Leiche

 Wilsberg wird von Herrn Manstetten von der Münsterschen Versicherung AG beauftragt, Herbert Schering, den Besitzer einer im Münsteraner Hafen ansässigen Autowerkstatt, zu beschatten. Dieser wird verdächtigt, nächtliche Überfälle auf die auf seinem Hof abgestellten Autos seiner Klienten vorzutäuschen, um Kapital aus seiner Vandalismusversicherung zu schlagen. Wilsberg leiht sich den Wagen seines ehemaligen Klassenkameraden und guten Freundes Manfred Höch und zerschlägt einen Frontscheinwerfer, um einen Unfall vorzutäuschen, dessen Sachschaden bei Schering repariert werden soll. Dabei muss Wilsberg feststellen, dass Schering entgegen der Vermutung seiner Versicherung auf den von ihm angebotenen Versicherungsbetrug nicht eingehen will. Wilsberg lernt auf dem Hof der Werkstatt Sigi Blisko, die Gastwirtin des Pier House, eines Restaurants am Hafen, kennen, die ihn mit zurück in die Stadt nimmt.

SerieWilsberg
OriginaltitelWilsberg und der Mord ohne Leiche
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Cologne Filmproduktion im Auftrag des ZDF
Länge86 Minuten
Altersempfehlungab 12
EinordnungEpisode 4
Erstausstrahlung3. Februar 2001 auf ZDF
RegieDennis Satin
DrehbuchJürgen Kehrer
ProduktionAnton Moho
MusikStephan Baader,
Michael Kersting
KameraKlaus Liebertz
SchnittGuido Krajewski
Besetzung
Leonard Lansink: Georg Wilsberg
Heinrich Schafmeister: Manfred „Manni“ Höch
Rita Russek: Kommissarin Anna Springer
Roland Jankowsky: Overbeck
Ina Paule Klink: Alex Holtkamp
Rolf Kanies: Herbert Schering
Lucia Gailová: Katharina Schering
Manuela Alphons: Melanie Schering
Jörg Heinrich: Manstetten
Andreas Grötzinger: Katharinas Freund
Jochen Kolenda: Tumbrink
Rainer Winkelvoss: Mitarbeiter von Frau Becker
Zsolt Bács: Heiner Geisbach
Ina Rudolph: Sigi Blisko
Christian Bergmann: Polizist
Kai Roloff: Schläger
Barbara Magdalena Ahren: Frau Becker
Arno Kempf: Pickup-Fahrer
Thomas Hackenberg: Sascha Hülsmeier

 


Georg Wilsberg ist Namensgeber der Reihe. In der ersten Folge, Und die Toten lässt man ruhen, war er Briefmarkenhändler und wurde von Joachim Król gespielt. 

Seit der zweiten Folge, In alter Freundschaft, die erst drei Jahre nach der ersten Folge gesendet wurde, ist Wilsberg abweichend von der Romanvorlage Antiquar und wird von Leonard Lansink gespielt.

Früher war er Rechtsanwalt in der Kanzlei Hoppenheit & Partner, in der seine Patentochter Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) in der 21. Folge, Unter Anklage, eine Stelle antritt. Er verlor jedoch seine Zulassung. Seitdem betätigt er sich nebenberuflich als Privatdetektiv.



Wilsberg ist permanent knapp bei Kasse und auf die Unterstützung seiner Freunde angewiesen – zunächst Manni (Heinrich Schafmeister), später Ekki (Oliver Korittke) und Alex. Ein Running Gag besteht darin, dass er sich wortlos die Autos seiner Freunde ausleiht, da er selbst keines hat. Er spannt Manni beziehungsweise Ekki und Alex oftmals, auch gegen deren Willen, für seine Ermittlungen ein.

Zudem pflegt er eine eigenartige Freundschaft zur Kommissarin Anna Springer (Rita Russek), die er aus seiner Zeit als Rechtsanwalt kennt. Seiner Aussage nach hat er viele Mandanten vertreten, gegen die sie ermittelte. Daraus habe sich „so eine Art Arbeitsgemeinschaft ergeben – Betonung auf gemein“

 Da Wilsberg bei seiner Ermittlungsarbeit wenig Rücksicht auf Gesetze nimmt und auf der Suche nach Indizien sehr oft in Privatwohnungen eindringt und dort immer mal wieder überrascht wird, bringt er Anna in Konflikte, die ihn zwar schützen möchte, aber beruflich dazu verpflichtet ist, gegen ihn vorzugehen.

Kriminaloberkommissar Overbeck (Roland Jankowsky). ist der mäßig begabte, aber sehr ambitionierte Assistent von Hauptkommissarin Springer. Er selbst sieht sich als „Mann der Tat“ und schießt mit seiner großspurigen, angeberischen und selbstüberschätzenden Art oft über sein Ziel hinaus, indem er zum Beispiel vorschnell eine Wohnung stürmt. Der Gernegroß und Wichtigtuer tritt gern mit Sonnenbrille auf, tritt aber todsicher bald in ein Fettnäpfchen. Andererseits hat er mit seinen anfänglichen Vermutungen, die von Anna Springer stets genervt beiseite geschoben werden, häufig überraschend recht.

Wilsberg ist der Name einer ZDF-Kriminalfilm-Reihe, die im westfälischen Münster spielt. Gedreht werden die Folgen der Reihe in Münster und Köln, wobei ein gutes Drittel der Produktionszeit bei den Dreharbeiten in Münster verbracht wird.

Der Protagonist der Wilsberg-Krimis, Georg Wilsberg, ist ein Antiquar, der aus Geldmangel nebenbei auch Aufträge als Privatdetektiv annimmt.
Die Idee und die Figuren stammen von Jürgen Kehrer, der schon seit 1990 Bücher über Wilsberg schreibt.

 

 

 

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