02 Wilsberg In alter Freundschaft

Privatdetektiv Georg Wilsberg sucht für den Landwirt Rabenalt dessen ausgerissene Adoptivtochter Tanja. Unmittelbar nachdem er das Mädchen zurückgebracht hat, erhält er einen Folgeauftrag von Rabenalts Sohn Karl-Herrmann: Wilsberg soll eine Frau aufspüren, die mit seinem Vater Heimlichkeiten hat. Ohne es zu ahnen, kennt Wilsberg die Gesuchte, denn es ist Ines, eine alte Schulfreundin, die sich gerade in Münster mit ihm getroffen hat. Daher vermutet er, dass dieses Treffen kein Zufall, sondern Berechnung war. Noch am gleichen Abend erhält er einen Anruf von der verzweifelten Tanja: Ihr Adoptivvater hat sich bei einem Sturz von der Treppe das Genick gebrochen; ihr Bruder ist verhaftet worden wegen des Verdachts, ihn gestoßen zu haben. Tanja selbst hält sich versteckt, damit das Jugendamt sie nicht mitnehmen kann. Wilsberg findet sie in einer Scheune und nimmt sie mit zu sich ins Antiquariat. Doch aufgrund einer Pfändungsklage des Ordnungsamtes können beide dort nicht bleiben und suchen Unterschlupf bei Wilsbergs Freund Manni.

SerieWilsberg
OriginaltitelIn alter Freundschaft
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Cologne Filmproduktion im Auftrag des ZDF
Länge83 Minuten
Altersempfehlungab 12
EinordnungEpisode 2
Erstausstrahlung25. Mai 1998 auf ZDF
RegieDennis Satin
DrehbuchBernd Schadewald
ProduktionGerhard Schmidt
MusikMartin Ernst
KameraKlaus Liebertz
SchnittVera van Appeldorn
Besetzung
Leonard Lansink: Wilsberg
Barbara Rudnik: Ines Köppen
Heinrich Schafmeister: Manni Höch
Marie Zielcke: Tanja
Thorsten Nindel: Karl-Herrmann Rabenalt
Rita Russek: Kommissarin Anna Springer
Thomas Schücke: Detlef Hinz, Anwalt
Georg-Martin Bode: Droste
Julia Beerhold: Rita, Taxifahrerin
Hanne B. Wolharn: Vollstreckungsbeamtin
Frank Trunz: Vater Rabenalt
Karl-Heinz Gierke: Herr Köppen
Didi Jünemann: Tabakhändler
Jochen Stern:
Roland Jankowsky: Overbeck
Susanne Leutenegger: Frau Köppen
Dagmar Sachse: Ratsmitglied
Jochen Baum: Pfarrer
Bernd Voßen: Polizeibeamter

 


Georg Wilsberg ist Namensgeber der Reihe. In der ersten Folge, Und die Toten lässt man ruhen, war er Briefmarkenhändler und wurde von Joachim Król gespielt. 

Seit der zweiten Folge, In alter Freundschaft, die erst drei Jahre nach der ersten Folge gesendet wurde, ist Wilsberg abweichend von der Romanvorlage Antiquar und wird von Leonard Lansink gespielt.

Früher war er Rechtsanwalt in der Kanzlei Hoppenheit & Partner, in der seine Patentochter Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) in der 21. Folge, Unter Anklage, eine Stelle antritt. Er verlor jedoch seine Zulassung. Seitdem betätigt er sich nebenberuflich als Privatdetektiv.



Wilsberg ist permanent knapp bei Kasse und auf die Unterstützung seiner Freunde angewiesen – zunächst Manni (Heinrich Schafmeister), später Ekki (Oliver Korittke) und Alex. Ein Running Gag besteht darin, dass er sich wortlos die Autos seiner Freunde ausleiht, da er selbst keines hat. Er spannt Manni beziehungsweise Ekki und Alex oftmals, auch gegen deren Willen, für seine Ermittlungen ein.

Zudem pflegt er eine eigenartige Freundschaft zur Kommissarin Anna Springer (Rita Russek), die er aus seiner Zeit als Rechtsanwalt kennt. Seiner Aussage nach hat er viele Mandanten vertreten, gegen die sie ermittelte. Daraus habe sich „so eine Art Arbeitsgemeinschaft ergeben – Betonung auf gemein“

 Da Wilsberg bei seiner Ermittlungsarbeit wenig Rücksicht auf Gesetze nimmt und auf der Suche nach Indizien sehr oft in Privatwohnungen eindringt und dort immer mal wieder überrascht wird, bringt er Anna in Konflikte, die ihn zwar schützen möchte, aber beruflich dazu verpflichtet ist, gegen ihn vorzugehen.

Kriminaloberkommissar Overbeck (Roland Jankowsky). ist der mäßig begabte, aber sehr ambitionierte Assistent von Hauptkommissarin Springer. Er selbst sieht sich als „Mann der Tat“ und schießt mit seiner großspurigen, angeberischen und selbstüberschätzenden Art oft über sein Ziel hinaus, indem er zum Beispiel vorschnell eine Wohnung stürmt. Der Gernegroß und Wichtigtuer tritt gern mit Sonnenbrille auf, tritt aber todsicher bald in ein Fettnäpfchen. Andererseits hat er mit seinen anfänglichen Vermutungen, die von Anna Springer stets genervt beiseite geschoben werden, häufig überraschend recht.

Wilsberg ist der Name einer ZDF-Kriminalfilm-Reihe, die im westfälischen Münster spielt. Gedreht werden die Folgen der Reihe in Münster und Köln, wobei ein gutes Drittel der Produktionszeit bei den Dreharbeiten in Münster verbracht wird.

Der Protagonist der Wilsberg-Krimis, Georg Wilsberg, ist ein Antiquar, der aus Geldmangel nebenbei auch Aufträge als Privatdetektiv annimmt.
Die Idee und die Figuren stammen von Jürgen Kehrer, der schon seit 1990 Bücher über Wilsberg schreibt.

 

 

 

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